Die Sprache der Wände

“Wie ist es da hinein zu sein”?

Professor William Firebrace (Architekt und Autor), hat uns an der Kunstakademie Stuttgart im ersten Studienjahr “Grundlagen des Entwerfens” zu jedem Entwurf die Frage gestellt: “Wie ist es, da hinein zu sein?” Was anfangs befremdlich wirkte, hat sich für Dr. Ines Klemm und in der Arbeit von Latrace zu einer der wichtigsten Fragen überhaupt entwickelt. Schliesslich geht es bei jedem Coaching, Entwurf und Projekt darum zu klären, welche Beziehung zwischen Menschen und ihrer Umwelt besteht – sowohl im gebauten und designten als auch im natürlichen Raum. Bestimmt zu sein und bestimmt zu entscheiden, heisst, sich selbst einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Je mehr Raum für Selbstbestimmung wir uns geben, desto stimmiger ist und wird unser Leben. Dies bedingt, den Raum, der uns umgibt bewusst und weise zu gestalten und zu wählen.

Türkis: Von Akustik, innerer Ruhe und der Begegnung mit sich selbst

Optische Unruhe sowie visuelle Reizüberflutungen und Verunreinigungen erzeugen eine höhere Sensibilität für akustische Wahrnehmung. Je mehr wir unser inneres Gleichgewicht verlieren, desto grösser wird das Bedürfnis nach Ruhe und akustischer Geborgenheit. Sehnsucht nach Auszeit, Erholung und Urlaub manifestieren sich in der (unbewussten) Suche nach Türkis. Je nach Typ äussert sich diese Sehnsucht in Vorlieben für eisige Gletscherwelten, Wintersport-Aktivitäten oder Erholung im Yoga-Retreat sowie beim Eintauchen in die tiefen Türkistöne der Karibik-Inseln und Tropenparadiese. Türkis steht für Fernweh und für den Wunsch nach Zeit zur Einkehr nach innen. Auch digitale Strahlung findet einen Ausgleich in Türkis. So empfiehlt sich beispielsweise bei häufigem Arbeiten am Computer-Bildschirm, Türkis in der Umgebung zu platzieren, als Wandfarbe, Farbfläche, Schmuckstein oder Urlaubsfoto. Türkis reinigt die digitalen Verunreinigungen in der Luft genauso, wie UV-Licht Flecken auf Kleidung beseitigen kann, und bringt somit das Raumklima wieder etwas mehr ins Gleichgewicht. Beim Arbeiten erzeugt Türkis das Gefühl von Urlaub, weil es Farbanteile von blauem Sommerhimmel, grünen Wiesen und nährendem Sonnengelb enthält. Türkis fördert einerseits Kommunikation, Konzentration, innere Wahrnehmung und die Fähigkeit zuzuhören. Es sollte jedoch bei suchtgefährdeten Menschen sowie überall dort mit Bedacht eingesetzt werden, wo es um die Förderung von interaktivem Austausch geht.

Kostbares Kobalttürkis

Zusammen mit Gold und Weiss bildet Kobalttürkis den Dreiklang der Latrace-Firmenfarben. Das Pigment Kobalttürkis (nicht der Halbedelstein) ist absolut beständig und sehr kostbar. Es kommt sehr gezielt zur Anwendung und sorgt jeweils für eine deutlich spürbare Wirkung. Für den ursprünglichen Latrace-Türkis-Farbton wurde Mayablau verwendet, welches sich als zu wenig beständig erwies und daher zur Anwendung als Farbanstrich nicht geeignet war. In der arabischen Welt findet man Türkis häufig in den Mosaiken von Kochgeschirr und Gebäuden, weil es mit Reinigung assoziiert wird. Besonders hohe Vorkommen des türkisenen Halbedelsteines sind im Iran, der Türkei, Afghanistan, China, Israel und in Mexico zu verzeichnen.